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En Sayne Interview (full length, german)
01.03.2004
 
   
   
   
  En Sayne Interview (full length, german)

Tracks on Vinyl mit En Sayne Whorter und Fadri

Material: 1.5 L Mineralwasser, zwei Stifte, 4 Blatt Papier, Pistazzien, Tabak, 2 Mk’s, Vestax Mixer PMC-06, Endstufe, 2 Boxen, Verbindungskabel, 2 Shure Nadeln, Sofa und tons of wonderfull old vinyls
1st session: 8.2.2004



1st track: thelonious monk, body and soul von monk’s dream 1962

Sayne: keith jarret auf sun ra acid?! Der typ singt mit, was er spielt, man hört es im hintergrund, was manchmal nervig sein kann...
hat irgendwie einen klassischen touch, ist aber doch ziemlich groovy, man hört so den ragtime durchscheinen, recht rudimentärer groove, man könnte auch sagen, es bounct, schätze mal 60iger jahre
Fadri: monks hände und sein piano, wenn du wissen willst, wie monk’s hände töten äh tönen


2nd track: joe cuba sextet, do you feel it von bustin out, ?

Fadri: cal tjader?
Sayne: Nää.
Fadri: Latin-brazil. Die berühmten latintöne, die den süd- und nordpol schmelzen lassen... Can you feel it? Siebziger jahre. Spoken word über zwei drei akkorde, wenn das kein hiphop ist...
Sayne: jaja, eine stimme, die frauen schmelzen lässt, leicht rauchig, süffig und rauh, wie eine stimme, die einiges durchlebt hat, ein mann für abenteuer und spannung, do you feel it?
Fadri: Hat nicht bwana etwas ähnliches gemacht? Ich such’s mal schnell...nein doch nicht,
hat so etwas, als ob man es genau kennen würde...


3rd track: archie shepp, yasmina von yasmina, a black woman 1969 paris

Sayne: tönt wie bei uns im übungsraum früher
Fadri: ist wahrscheinlich auch etwa ähnlich gut aufgenommen worden
Sayne: drum intro ist cool zum samplen, bass line tönt wie eine, die ich von ner yusel lateef platte kenne
Fadri: ist ja auch naheliegend, denn yusef hat eine platte gemacht, die eastern sounds hiess, und da ging es ja auch um das alte ägypten, ist einfach ein anderer groove als noch zu bebop zeiten
Sayne: stimmt, hat was afrikanisches im stile eines fela kuti – die rythmus gebenden instrumente halten den groove einfach über den ganzen track, darauf wird geschichtet, gesungen, geblasen..
Fadri: archie shepp ist halt noch eine spur weniger anstrengend als zb. Coltrane in seinen free-jazz zeiten
Sayne: oder albert ayler
Fadri: jaja...




4th track: harry whitacker, black renaissance von black renaissance 1976

Fadri: black ivory?
Sayne: black ist nicht schlecht. Es tönt irgendwie alt, ist aber doch wieder eigentlich jung, legendär, weil sie nur in japan rauskam und auch berühmt für die spoken word –artigen einlagen
Fadri: soundästhetik der drums erinnert mich an ecm achtziger jahre...
Sayne: könnte auch nujazz neunziger jahre sein.
Fadri: basslinie ist einfach und verspielt. Von der tonhöhe konnte es ron carter sein.
Sayne: nein, buster williams, man sagt gilles peterson hat das original...
Fadri: ah! Harry Whitacker...ähnlich wie das von vorhin, nur verspielter weniger „ernst“
Sayne: ja, weniger religiös. Diese platte ist mehr eine art session, würde man eigentlich von harry whitacker nicht erwarten, wenn man so seine platten mit roy ayers von dieser zeit anhört, die spielten ja mehr so loungigen jazz-disco-funk, nicht sehr experimentell...


5th track: phil alvin und sun ra orchestra, the old man of the mountain von unsung stories 1986

Sayne: was ist denn das nun?! Tönt wie ein musical...
Fadri: ist wirklich witzig, ist ein jahr nach tom waits „rain dogs“ rausgekommen, und hat gewisse ähnlichkeit, von der verspieltheit her...
Sayne: hm, ja, tom waits hat ähnliche stücke gemacht...
Fadri: ist typisch für diesen mann, hat den hang zum übertreiben...


6th track: dorothy ashby, joyful grass and grape von the rubainat of dorothy ashby 1969

Fadri: fettes sitar intro, ravi shankar ist es nicht, verhallte frauenstimme...
Sayne: groovy...
Fadri: siebziger jahre oder?
Sayne: `69
Fadri: weder ramsey lewis noch alice coltrane...
Sayne: nein, dorothy ashby…unglaubliches stück, madlib hat das mal für den track auf der lex comilation gesampelt, heavy grooooooove!
Fadri: stimmt!


7th track: herbie hancock, hornets von sextant 1973

Sayne: sehr treibender rythmus, verspielter bass, der rest ziemlich frei, erinnert mich an miles davis’ on the corner, auch so ein dominantes hi-hat, total repetitiver rythmus
Fadri: hab extra diese seite aufgelegt, sonst hättest du’s anhand eines organized confusion samples erkannt…ist ne art triologie…
Sayne: ach so, eben, davis war ja nicht miles davon entfernt, haben ziemlich elektronisch agiert zu dieser zeit, herbie’s sextant, muss ich mir auch mal zulegen…zeig mir mal den organzied sample…hm, oder wart mal, ich glaub’, ich hab die ja auch…




8th track: bill plummer and the cosmic brotherhood, the look of love von dito, ?

Sayne: ein sehr bekanntes stück...
Fadri: indischer rhytmus kombiniert mit „easy listening“...
Sayne: habe gestern eine längere version von isaac hayes gehört, vorgestern sah ich einen film, in dem der track vorkommt....
Fadri: was wird da gespielt?
Sayne: sitar, tambura, tabla…komponiert übrigens vom burt bacharach


9th track: amiri baraka, just by chance von what’s what 1981

Fadri: wollte es eigentlich nur zeigen, weil der anfang des stücks so zum sampeln anregt...ist eigentlich nicht repräsentativ für den rest der platte, weil etwas wesentliches fehlt...
Sayne: sagt mir irgendwie nichts....
Fadri: ist eigentlich ne free-jazz platte mit amiri baraka, der gedichte vorträgt....


10th track: sonny rollins, i’m an old cowboy von way out west 1957

Fadri: lustiges schlagzeug, das saxophon ist am singen...
Sayne: der am saxophon war einer der „grossen“.... ist eine andere zeit, als das was wir bis jetzt gehört haben...
Fadri: extrem abgemischt, geile qualität...
Sayne: tönt fast als wären sie hier im Raum am spielen...das coverart war kontrovers, gewisse leute fandens nicht lustig....
Fadri: ich dachte anfangs bebop, aber es hat einen starken blueseinschlag...
Sayne: ist schon in dieser zeit entstanden aber vor der cool-strömung um „kind of blue“...


11th track: sahib shihab, sentiments von sentiments 1971

Fadri: dachte mal, das passt jetzt gut, weil der saxophonist beim spielen schon anleihen an sonny zeigt, ist einer der „jungen wilden“...
Sayne: ist aber nicht so wild....obwohl, die melodien werden schon recht gezerrt...
Fadri: man merkt schon, dass ne revolution dazwischen stattgefunden hat...
Sayne: diese orgel ist ja wirklich seltsam...
Fadri: man könnte es eigentlich ‚naiv-wild’ nennen...die hammond ist wirklich speziell...schöner kontrapunkt zum stück...
Sayne: die spielt fast rock’n roll dazu....


12th track: ernie and the top notes, dap walk, 7“ 1972

Fadri: die frühen jb`s?
Sayne: noi
Fadri: brachialer funk, bass isch krass, krachiges schlagzeug, hat fast noch einen afrofunkeinschlag....



13the track: the abyssinians, decleration of rights von satta, ?

Sayne: wundervoll, einfach wundervoll….wir sind wohl etwas sehr auf die jazz liebhaberei gekommen heute...deshalb dachte ich mal, noch etwas souliges täte uns gut zum schluss
Fadri: ja und to be continued!
 
   
  01.03.2004 : : Word Magazine, Issue 20